Freitag, 3. Januar 2014

Eine fremde Haut retten

einer der in der nähe des abgrunds lebte und sich selten hinaus zwischen die kaufhauszeilen wo die lügen noch grösser sind als die angst vor dem leben könnte er die eigene haut retten was bliebe dann von dem was nährt denn für seine angst bleibt nur die eigene kammer zur aufbewahrung der zu lange vermissten liebe wie muss das denn sein nur mit sich selbst fern der nähe wie schön es wäre eine fremde haut zu retten dort am meer hinter den kieferwäldern am ruppigen strand der mond hätte seine eigene sprache die sterne wären noten auf unliniertem papier aufgehoben in ihrem eigenen klang verliessen die hände das eigene haus

Hermann Josef Schmitz



Diese Tage bieten schönsten Raum zum Lesen, auch dieses Wellershoff-Buch kann ich nur empfehlen.



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