Samstag, 22. März 2014

Die weiße Krähe

„Die Krähen haben sich erhoben und kreisen schreiend über dem Wald. Wenn sie nicht mehr zu sehen sind, werde ich auf die Lichtung gehen und die weiße Krähe füttern. Sie wartet schon auf mich.“

Schlusssätze aus „Die Wand“ von Marlen Haushofer



ich will
die weiße krähe beachten
so lange es geht
und sie füttern
ihren kleinen stolz
ihre müde sehnsucht
ihre sorge um ihr anderssein
will ich ihr nehmen
so weit das möglich ist
und sie soll sich angewöhnen
an die schwarzen stunden
die in mir wohnen
aber in allem sich selbst bleiben



Hermann Josef Schmitz




Und noch mal neue Musik aus Afrika:


1 Kommentar:

  1. ja, diese weiße Krähe ist ein kostbarer Vogel, den wir hüten müssen und uns angewöhnen sollten. Ein sehr schöner Text. Hat mich berührt.
    Grüße

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