Dienstag, 1. April 2014

Lassen

nach sinn suchen
immer wieder
anstatt es einmal zu lassen
einen augenblick lang
ausgerichtet sein
auf die sternblüte der anemonen
die tonspur der amsel
auf das weit gezogene wolkenufer
und deinen weich geöffneten mund



Hermann Josef Schmitz



Und noch mal Ralf Rothmann, diesmal ein Roman:


1 Kommentar:

  1. da sagst du was:-))) - und du hast sooooo recht. nur einen augenblick wirkllich blicken, sitzen, ruhen. ein so feines gedicht!
    ganz liebe grüße
    sylvia

    AntwortenLöschen