Sonntag, 31. Mai 2015

Wächst die Welt aufs Neue hinaus

die ungezähmte fülle
der gräser und blätter und blüten
fängt mich auf und lässt mich verschwinden
ich gewöhne mich wieder
an das vergängliche flattern der leichten flügel
wenn der regen in den blüten gewildert hat
wenn der schwere duft des holunders
nachhängt wie das flattergeräusch einer flagge
ich gewöhne mich wieder
an das flattern des körpers beim laufen
ein bewegen im rhythmus des lichtes
währenddessen liegst du im augenraum
verwöhnt von all den farben
den blüten dem wasser dem üppigen licht
und die freude zerfließt beim anblick
der vergehenden zeit
wächst die welt aufs neue hinaus




Hermann Josef Schmitz


Heute Mohnimpressionen aus Jegenstorf und mein aktuelles Lieblingsstück aus der dauergehörten CD "Wilder Mind" von Mumford & Sons:












Samstag, 30. Mai 2015

Schreiben

Mit einer Hand
gebe ich dir alles
mit der anderen entdecke ich das Nichts


An manchen Tagen bin ich
wie Samt
an anderen gläsern vor Zorn


In manchen Versen erkläre ich mich
in anderen
narre ich mich


Manche verbergen mich
andere
behüten mich


Mit Vernunft gewappnet
bestreite ich das Abenteuer der Verstellung
und verfasse den Wind


inmitten des Sturms



Maria Teresa Horta

Freitag, 29. Mai 2015

Ungezähmt

wie sollte ich
dich bewerten müssen
wenn meine liebe
ein ungezähmter vogel
am verschwiegenen himmel ist



Hermann Josef Schmitz


Ich wünsche Euch ein ungezähmtes und liebevolles Wochenende.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Pfingsten























Sylvia Hagenbach


Ich freue mich, heute mal wieder etwas von Sylvia Hagenbach (siehe Linkliste) posten zu können. Ihr Blog ist vielseitig, spannend, macht neugierig und überrascht.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Pfingstrosen

eine kleine wolkenherde
zieht am windigen himmel vorbei
die pfingstrosen sollen erst blühen
wenn ich wieder zu hause bin
ich würde sie so gerne betrachten
wenn sie sich im warmen licht öffneten
würde ihre farbe und ihrer blüten form
in einem luftigen kuvert mitnehmen
und ihren duft im rucksack
meiner vorübergehenden reise
denn wann wüsste ich schon
ob sie im nächsten jahr
wieder blühten wieder für uns



Hermann Josef Schmitz

Dienstag, 26. Mai 2015

Kostbarkeit

„Die Liebe ist eine einzigartige Kostbarkeit, nicht zuletzt, weil sie selbst in unserer Kultur weder produziert noch gekauft werden kann.“


Volkmar Sigusch im Interview im SZ-Magazin vom 22.05.2015


Meine Pfingstlektüre; nachdenklich, knorrig, manchmal schräg, manchmal Spiegelbild: