Montag, 6. Juli 2015

Hohes Licht

fast bricht das mohnpapier
am müden rain der reifen felder
und wie ein bogen wiegt
das hohe licht des sommers sich
mit leisem schwung von ganz weit her
weht eine stille sehnsucht hin zu dir
und würd die zeit anhalten wollen
die sich verweilt im blütenbeet
doch unmerklich verblutet licht
treibt dich in warme schattenabende
die bis in tiefe nächte dich einladen
fast bricht die dunkelheit
sich an der schweren luft
und wie ein leichter ast
der weiß wo er zu hause ist
schmiegst du dich an der liebsten
schultern und in ihre arme
spürst du den herzschlag
hinter ihrer warmen haut



Hermann Josef Schmitz

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