Sonntag, 12. Juli 2015

Weststrand

I

ich würde gerne hinter die dinge schauen wären sie greifbar so bleiben die sichtbaren ereignisse stellenweise schauspiele ein angeschmiegter luftzug der nicht endet und den worten ihre konturen nimmt geschmirgelte baumknochen dieses fremde weiß das sich anfühlt wie eine kaltgewordene haut und meine hand die über dein schweigen streichelt


II

ankommendes wasser und meine augen die zwischen gebrochenen federn ankern nach einer ungemessenen zeit erkennst du die ungleichheit der luft ihre unterschiedlichen gerüche wenn der wind sie aufraspelt und sie zwischen den bäumen neuen schwung fasst immer im jetzt ohne ein haus das sie birgt



III

kaum fassbar das flüchtige licht auf den wellen die sich nicht gleichen licht das wie graues porzellan in dieser wilden luft klirrt morgen werden sich formen verändert haben morgen wenn die schatten in der mittagszeit verbluten


IV

ungestüme sätze aus licht legen möwen ihre vergängliche spur in die luft


Hermann Josef Schmitz


Und die dazugehörigen Eindrücke:















1 Kommentar:

  1. oh wie herrlich diese weite weite landschaft...
    ich schicke euch liebe grüße ... in einen sicherlich sehr schönen und erholsamen urlaub!
    Ellen

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