Sonntag, 9. August 2015

Nachthafen

dein schiff liegt in meinem hafen
wachsen die grauen blumen in die sternenlose nacht
dein atem wandert wie ein unruhiges tier im gefangenenraum
wuchert der regen über das stillgelegte wasser
dein herz ankert in meinen händen
wandern die leisen worte am wangenrand entlang hinter die stirn
deine lider flackern im sog der vergehenden wellen
zieht ein wolkensegel vorbei wie ein aufkommender traum
dein schiff liegt in meinem hafen



Hermann Josef Schmitz





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen