Samstag, 26. Dezember 2015

Wie eine Schliere im Blick

wir vertäuten die angst an land
und schlichen auf ein schiff ohne namen
die nacht trug den schnee wie ein vergangenes kleid
unter den wolken blieb ein unbeschwerter schatten
wir schrieben die koordinaten nie auf
die nacht schluckte alle abdrücke und verriet nichts
und die stille dunkelheit hob das flattern des wassers auf
während der ankommende tag im warmen schoss schwieg
wir waren verbündete ohne zeit
und reisten in ein land ohne wiederkehr
die nacht besänftigte scheinbar die zukunft
blieb eine grosse ungewissheit wie eine schliere im blick


Hermann Josef Schmitz



Und zum Jahresende gibt es nochmal neue Musik.
Ich wünsche Euch einen schönen 2. Weihnachtstag.







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