Sonntag, 8. Mai 2016

Gemeinsam ankommen

ein kloster ohne heiligenschein mitten im anstieg und graswellen in einem unvereinbarten rendezvous mit dem wind unterstände für eine sichere zeit nichts was unbeständig werden kann schrittfolgen über verbrannte streifen der atem der sich selbst übersteigt dann der perfekte blick in die hügelweite und graswellen am baumufer luftsegler und luftseher schwebend mit starkem federgewicht eine bordüre aus glockengeläut und eine andere als langgezogene wildhecke schrittfolgen mit atemzeilen dunkle augen poröse anordnungen erinnerungen wie kindertage im mai pausen in stillem einverständnis und nichts schöneres in diesem augenblick als von zwei seiten gemeinsam anzukommen


Hermann Josef Schmitz

Kommentare:

  1. danke für dieses ankommen-dürfen!
    ein feinsinniger text!

    mit lieben grüßen
    gabriele

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  2. Was für ein grandioser starker Text!

    alles Liebe für dich.
    isabella

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