Samstag, 17. September 2016

Septemberregen

jetzt gibt der regen frei
was sommerlang verborgen war
wäscht von den worten ihre patina
kommt wahres und verlorenes
wächst auf ins graugezogene morgenlicht
die blätter und die halme glänzen
wie ein festgebet im herbstgesang
hingegen künden fahle wolken
vom abschied und von langen abenden
du bist bereit für einen neuen gang
nur an dem strauch der blaue blüten trägt
weinst du wenn vom zweig sich wieder eine löst
und hältst für einen augenblick ganz still



Hermann Josef Schmitz

1 Kommentar:

  1. deine augenblicke sammle ich beim lesen auf.
    danke dafür!

    liebe grüße von den hügeln
    gabriele

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