Dienstag, 1. November 2016

November

Grau verwirrt der leere Wald.
Mit tausend blauglühenden Ätheraugen,
Hoch durch schwarzen Fichtenbehang,
Irren Heere blauer gigantischer Blüten.



Von fremden Dolden,
Niemand hat je sie belauscht,
Blüht jeder Morgen im Grase
Eisigen Samen.



Graue Frauen,
Die lautlos im Reigen kamen,
Sind lautlos gegangen.
Der Bleichen Juwelen
Strahlende Fäden
Irisgrün, irisgolden,
Hangen an allen Zweigen.



In nackten Kronen singen
Wachszarte Ströme der Sonne.
Um bloße Säulen,
Auf weißen Schwingen kreist
Einäugig ein Aar,
Das Schweigen.



Max Dauthendey



Und wir haben wieder 3 Katzen im Haus:

1. Pablo (nach Neruda)
2. Modiano (der von mir so geschätzte Literaturnobelpreisträger von 2014)
3. Und die wunderbare William (nach Borroughs) Henry (nach Miller) ... ja ein männlicher Name für eine Katze ... aber so ist das in Haushalten, wo die Literatur nistet ...






1 Kommentar:

  1. dann wünsche ich euch ein langes glückliches zusammenleben mit euren katzen.
    in meinem haus tummeln sich zwei ausgesetzte kater. einer davon hat den namen eines musikers erhalten: Vivaldi

    mit liebsten grüßen
    gabriele

    AntwortenLöschen