Donnerstag, 27. April 2017

Empor

der morgen stürzt
wie ein flügge gewordener vogel
aus dem nest der nacht
tastet über unberührte lichtungen
noch den schlaf in den augen
wirft diese erste flatternde stunde leise
einen flüchtigen schatten
über das wachsende gras
werden tautropfen zu einem unsichtbaren geflecht
getragen von flirrenden lichtfäden
der himmel wächst unbeschwert empor
die liegengebliebene angst vergangener tage
vergisst sich am wegrand und vergeht


Hermann Josef Schmitz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen