Freitag, 12. Mai 2017

An Mauern hin

Es geht ein alter Weg entlang
An wilden Gärten und einsamen Mauern.
Tausendjährige Eiben schauern
Im steigenden fallenden Windgesang.


Die Falter tanzen, als stürben sie bald,
Mein Blick trinkt weinend die Schatten und Lichter.
Ferne schweben Frauengesichter
Geisterhaft ins Blau gemalt.


Ein Lächeln zittert im Sonnenschein,
Indes ich langsam weiterschreite;
Unendliche Liebe gibt das Geleite.
Leise ergrünt das harte Gestein.



Georg Trakl


Viel Liebevolles und Ergrünendes (und vielleicht ja auch im besten Sinne Errötendes) möge in diesem Wochenende sein. Genießt es frühlingshaft.

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