Samstag, 21. Juni 2014

Immer mehr Worte

Immer mehr
Worte wachsen über
Nacht der schwarzen Farbe
zu, die ihr Meer
zwischen uns
treibt, darin
wir nicht
ablassen
von der entsetzlichen
Mühsal zu lieben


wenn ich Matrose wär
oder ein Hund mit
einem Anker tätowiert
auf der Stirn, ich
würd hoch auf
dem Meer nach
deinem Mund
suchen


dann müßte die Sprache leicht
sein wie der Tod
und so schnell: es
gibt zuvieles
was ich nicht
sagen kann.



Rolf Dieter Brinkmann

1 Kommentar:

  1. danke für den Brinkmann, wo hast du das gedicht gefunden?
    schönes wochenende
    sylvia

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