Montag, 14. August 2017

In der Fremde

Schon bin ich müd zu reisen,
Wär's doch damit am Rand,
Vor Hören und vor Sehen
Vergeht mir der Verstand.


So willst Du denn nach Hause?
O nein! Nur nicht nach Haus!
Dort stirbt des Lebens Leben
Im Einerlei mir aus.


Wo also willst Du weilen?
Wo findest Du die Statt?
O Mensch, der nur zwei Fremden
Und keine Heimat hat.



Franz Grillparzer


Jetzt blühen sie wieder an den Wanderwegen:



1 Kommentar:

  1. Eine Silberdistel. Erinnert mich an vergangene Bergwanderungen.
    Das Gedicht ist wunderbar schön melancholisch, grad so, wie ich´s mag!
    Gruß von Sonja

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