Donnerstag, 28. Dezember 2017

Vereinsamt

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!


Nun stehst du starr,
schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
vor Winters in die Welt – entflohn?


Die Welt – ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends Halt.


Nun stehst du bleich,
zur Winter – Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.


Flieg’, Vogel, schnarr’
Dein Lied im Wüsten – Vogel -Ton! –
Versteck’, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!


Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein,
weh dem, der keine Heimat hat.


Friedrich Wilhelm Nietzsche



Und dieses Buch voller Einsamkeit und Verlust passt bestens zu diesem Titel: