Sonntag, 15. Januar 2017

Im Januar

gotteshäusern gleich in ihrer stille
stehen schneebehaubt die tiefen wälder
und in der weite langer wege
bewegt sich einzig winterkalte luft
kein mensch zu sehen und keines vogels stimme
als wäre alles abgestellt und hingelegt
selbst wasserstreifen in der wälder mitte
scheinen festgeankert wie ein schiff im hafentor
jetzt hat das licht sich zur bewährung aufgehellt
die tage werden in der unbeschriebenen hülle länger
und voller demut schaust du bis zum horizont
dort einer kargen landschaft dünner grat
berührt die haut des himmels voller blütenschnee
der dich betört und immer wieder staunen lässt



Hermann Josef Schmitz

1 Kommentar:

  1. wenn ich deine gedichte lese, ist mir, als blickte ich lange auf ein wunderbares gemälde!

    liebe schneegrüße
    gabriele

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