diese februarstille am morgen
noch schlingert die luft in den stundenkurven
die vogelstimmen scheinen wie ausgelöscht
die entblößte landschaft kennzeichnen
schürfwunden und zerklüftungen
diese februarstille am morgen
noch sind die atemzüge ungeordnet
gleiten die träume ins irrlicht der mündungen
zeichnen versionen von aufsteigender hoffnung
ein bild von wilden vögeln und wilden rosen
Hermann Josef Schmitz
Wortgarage
Donnerstag, 12. Februar 2026
Februarstille
Dienstag, 10. Februar 2026
Februar I
mäandernde flussreste unter den steinen liegen
die geschichten der jahrtausende ihr fließen ihr flüchten nur scheinbar
begraben heute hat die traurigkeit einen milden verlauf niemand bedroht die aufgefrischten
gefühle die im alltag nach ihrer bewährung suchen im schaufenster hat sich die
angst verkleidet aber es gibt keine ausverkaufspreise für sie einer hydra
gleich füllen sich die regale immer wieder neu heute kaufe ich nichts auch
nicht gegen meinen willen sondern traue den verwirrungen mit einer unbekannten
leichtigkeit mäandernden flussinseln zugleich eine flüchtigkeit und ein
innehalten zwischen den kieseln haben sie sich eingerichtet bis die
schneekristalle sich wandeln und von den bergen ein uferloses treiben entsteht
ein schwemmen alle furchen füllt heute hat die traurigkeit einen milden verlauf
und der himmel arbeitet sich ins blaue hinein
Hermann Josef Schmitz
Sonntag, 8. Februar 2026
Angepasst
nur ja keine schwierigkeiten bekommen
den eigenen ruf bewahren wie ein geputztes auto
der diffusion gehorsam folgen
immer einen schuldigen in petto haben
und sich ganz schön aus dem schneider machen
nur ja gut dastehen und dabei gut aussehen
wenn sie dich auf ihren lackierten partys
nach deiner berechtigung in der welt fragen
immer einen grund für die verantwortung anderer finden
vergessen auf welche kosten du dein leben führst
Hermann Josef Schmitz