Donnerstag, 25. April 2019

Auf die Tage warten

auf die tage warten
an denen der fliederbaum
einen menschenlangen schatten spenden wird
so lange dem atemfluss des kanals folgen
dich umarmen jenseits der vorgeschriebenen zeitfolge
es hell und grün regnen lassen
auf deinen unbeschwerten herzfeldern
auf die tage warten
an denen der fliederbaum
einen blütenweichen schatten spenden wird
von einem rosenmund träumen
der wie ein torbogen ein kleines paradies kränzt
aus den wilden vogelgesängen
einen glockenton filtern jenseits der vorgeschriebenen zeitfolge



Hermann Josef Schmitz

Mittwoch, 24. April 2019

Sich selbst

Und es gehen die Menschen zu bestaunen die Gipfel der Berge und die ungeheuren Fluten des Meeres und die weit dahinfließenden Ströme und den Saum des Ozeans und die Kreisbahnen der Gestirne, und haben nicht acht ihrer selbst.


Augustinus Aurelius


Letzte Woche gelesen: wunderbar skurril, unberechenbar und mit Figuren, die durch ihre Eigenwilligkeit besonders werden.



Dienstag, 23. April 2019

20042019 // S 01 M // 47:29

dem wasserlauf entgegen sind hier die wege niemals glatt ein hohes grün wächst in den bäumen ein wettkampf gleicht sich aus in einer sonnenrinne wächst ein leben ein schatten hinter zäunen löst sich auf am rand der ungestuften wege legt sich fast unbemerkt ein wimmern in den lauf der schritte es kommt aus einer stadt aus gras die sich nach nächten ohne lichter sehnt von regenbüchern träumt in deren zeilen sich ein wachsen und ein blühen wiegt so wimmert diese grasstadt und steine legen ihren blick zur seite weg und wurzeln ufern nur ins bodenlose kein land ins sicht und nur erinnerung dem wasserlauf entgegen die sonne rückennah und mittendrin der blick der gelben blüten die sehnsucht dieses grases und der steine ist meine auch ich mag den schritten zahlen geben sie ordnen wie eine wiederkehr ich will sie legen in einen atemfluss der sich in einem lungenbaum ein nest aus stärke holt dem wasserlauf entgegen auf einen regen hoffen der eine sehnsucht stillt und fast sich wundern wenn in eines wilden garten schattens ein zufluchtsort aus perlentau der gräser seele offenbart


Hermann Josef Schmitz



Erster Besuch auf der BUGA in Heilbronn - vor allem wegen des tollen Konzertes von Joo Kraus & Malia (es wird noch viele Besuche geben, ich habe eine Jahreskarte ;-). Verstehen kann ich nicht, warum solch wunderbarer Jazz mittags um 13:00 Uhr gespielt wird. Aber es war toll, ich wollte ihn seit den 90er Jahren immer mal sehen, jetzt hat's endlich geklappt.