Donnerstag, 4. Februar 2016

Vergeblich

die tage behalten ihre schattenseiten
zwischen durchlebten zeiten
klopft die wunde der erinnerung unmerklich
hinter den grau gewordenen augen
stolpert die fassungslosigkeit am himmel vorbei
während das leben an seitentüren vergeht
wächst die haut des vergessens vergeblich
über den schmerz der vergangenheit



Hermann Josef Schmitz

Dienstag, 2. Februar 2016

Nebeneinander bestehen

nebeneinander bestehen
zwischen heimat und heimatlosigkeit
die vögel mit ihrem dunklen gepäck
in den leeren bäumen
nebeneinander bestehen
zwischen empörung und empörten
die wolken im anzug aus trauer und bestürzung
in den leeren himmeln
nebeneinander bestehen
zwischen grenzen und grenzgebieten
die unschlüssigen wellen ohne kronen
in zweifelnder weite
nebeneinander bestehen



Hermann Josef Schmitz

Sonntag, 31. Januar 2016

Verloren

schneegärten ein leises vorübergehendes wachsen und eine leise vorübergehende stille unter den schneegärten und blüten von seltener schönheit niemand kennt ihre haltbarkeit und blüten in üppiger häufigkeit und ein großes buch mit verlorenen worten aus allen ländern mit den gesängen der vögel und fische und mit den hilfeschreien der hungernden aus den städten aus eis


Hermann Josef Schmitz

Freitag, 29. Januar 2016

Vorahnung


zwischen städten aus schnee
fließt leise das wasser der unbekannten flüsse
an ihren rändern blühen eisblumen
unter scheinbar leblosen frostdächern
in zeitkapseln entzünden sich namenlose seerosen
und ahnen um ihr aufgehen in berauschender fülle



Hermann Josef Schmitz

Mittwoch, 27. Januar 2016

Verbindung

du schliefst hinter dem giebelfenster
in einem sonnengeviert
legte ich einen luftschacht
bis zum grund deines herzens



Hermann Josef Schmitz

Montag, 25. Januar 2016

Wie ein Versprechen

häuser schliefen
im späten grau
des kommenden morgens
unter suchenden füßen
räusperte sich schnee
gleich der stimme
von brüchigem papier
unbeschrieben glatt
lag die weite landschaft
wie ein versprechen
vor deinem auge
die luft ein gereinigtes laken
das um seine bestimmung wusste



Hermann Josef Schmitz


Heute wird mein lieber Sohn Christian 26.  Auf das Dir im neuen Lebensjahr viel gelinge, Gutes widerfahre, Gesundheit Dein bester Begleiter ist und Du immer einen starken Glauben an Dich selbst bewahrst. Möge das neue Lebensjahr Dir liebe Menschen an Deine Seite stellen, die Dich begleiten und möge es Dich behüten.

Ich bin stolz auf Dich und wünsche Dir von Herzen viel Freude, immer den richtigen Sound und alles Liebe und Gute.