frühling werden
im aufbruch des gefiederten herzens
etwas neues beginnen
ohne sicherheit
zwischen der plankenlosen zeit
frühling werden
in der sehnsucht mutiger gedanken
eine tür aufstossen
in eine andere landschaft
ohne auf beständigkeit hoffen zu können
frühling werden
im beginn wacher träume
ankommen im leben anderer menschen
und im wissen um alle
vergänglichkeit und wiederkehr
Hermann Josef Schmitz
Sonntag, 10. April 2016
Samstag, 9. April 2016
8 Jahre Wortgarage
8 Jahre Wortgarage – sie bleibt
meine Basis, Gedichte und Texte hier zu zeigen, den Worten, der Poesie, aber
auch anderen schönen Dingen, die Herz und Verstand berühren wollen, Raum zu
geben. 8 Jahre Wortgarage hat auch immer wieder mal andere kleine Projekte
erschaffen, in diesem Jahr ist es der Zeilenblog 366 Zeilen.
Die Wortgarage ist für mich
unverändert Verführung zum Leben, das sich mit so vielen Plätzen und
Begegnungen verbindet. Es sind die Begegnungen mit den Menschen, mit der Natur,
mit Musik, Bildern und Filmen, die mich immer wieder bereichern und hier auch
eine kleine stille Heimat finden und gleichzeitig viel mehr berühren und
begegnen als ich weiß. Ich hatte in diesem Jahr mehrere so schöne Begegnungen
an der Osterausstellung im Schloss Jegenstorf, die mir das wieder verdeutlichten.
Jedes neue Jahr der Wortgarage ist auch innigste und liebevollste
Verbindung zu meiner geliebten Frau, die ihre Glaspoesie in der Glasgarage
präsentiert. Die Blogs sind für uns, die wir immer noch an verschiedenen
Plätzen leben, Orte zum Begegnen und Freuen, zum Innehalten und auch immer
wieder zum Staunen, weil wir die Posts des Anderen bei Weitem nicht immer im
Voraus kennen. Ich danke Dir, meine wunderbare Annemarie von ganzem Herzen
dafür und freue mich, dass wir auch hier weiter zusammen unterwegs sein können.
Herzlichen Dank für 8 Jahre des Begegnens und Lesens hier an diesem Platz. Herzlichen Dank für alles, was bleibt und in Bewegung bleibt. Herzlichen Dank für alles, was in Begegnung bleibt und kommt. Es ist eine Erweiterung meiner Welt.
In diesem Sinne auf ein neues Jahr hier: Auf schöne Begegnungen und neue Inspirationen – auf die Verführung zum Leben: Jeden neuen Tag.
Herzlichst
Hermann Josef Schmitz
Freitag, 8. April 2016
Weite der Welt
an manchen tagen ist die
welt weit
wenn ich am fluss schaue
du still staunend neben mir stehst
sich eine katze räkelt
und aus der weite der welt
ein lichtvorhang fällt
Hermann Josef Schmitz
Auf ein Wochenende mit viel Weite und Licht.
wenn ich am fluss schaue
du still staunend neben mir stehst
sich eine katze räkelt
und aus der weite der welt
ein lichtvorhang fällt
Hermann Josef Schmitz
Auf ein Wochenende mit viel Weite und Licht.
Mittwoch, 6. April 2016
Mein Wald
wie
soll der himmel
durch das blätterdach leuchten
wenn an den rändern
der geschändeten wege
skelettstücke frisch geschnittener bäume liegen
wie soll die kathedrale
ein dach aus lichtschiefer tragen
wenn auf ihren altären
das leben der hoffnung
fahrlässig verworfen wird
Hermann Josef Schmitz
durch das blätterdach leuchten
wenn an den rändern
der geschändeten wege
skelettstücke frisch geschnittener bäume liegen
wie soll die kathedrale
ein dach aus lichtschiefer tragen
wenn auf ihren altären
das leben der hoffnung
fahrlässig verworfen wird
Hermann Josef Schmitz
Montag, 4. April 2016
Betrug
sie
streifen zu viel von dem ab
was sie ausgemacht hat
dann flüstert die unvollendete zeit
wie eine betrogene erinnerung
über die kühle haut ohne trostpflaster
und in einem dunklen kassiber
tragen sie wachsende zweifel in eine andere welt
Hermann Josef Schmitz
was sie ausgemacht hat
dann flüstert die unvollendete zeit
wie eine betrogene erinnerung
über die kühle haut ohne trostpflaster
und in einem dunklen kassiber
tragen sie wachsende zweifel in eine andere welt
Hermann Josef Schmitz
Samstag, 2. April 2016
Zwischen Herzschlag und Herzschlag
im schoße
einer mittagsstunde
würde ich gerne mit dir die zeit
anhalten und mich ins blau schmiegen
trüge das versprechen auf morgen
zwischen den ungeschriebenen zeilen
würde bleiben zwischen herzschlag und herzschlag
Hermann Josef Schmitz
würde ich gerne mit dir die zeit
anhalten und mich ins blau schmiegen
trüge das versprechen auf morgen
zwischen den ungeschriebenen zeilen
würde bleiben zwischen herzschlag und herzschlag
Hermann Josef Schmitz
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