Freitag, 7. Oktober 2016

Neue Begebenheiten

du traust dir selbst noch nicht so genau
der schmerz in den nächten
wenn du von traum zu traum drehst
die fertigkeiten langsamer werden
wenn etwas plötzlich nicht gelingt
ein gedanke verloren geht
bevor du ihn aufgreifen konntest
wenn etwas zur endlichkeit wird
und du die seiten zählen kannst
die greifbaren und die abschiede
unmerklich reifen
du traust dir selbst noch nicht so genau
und den neuen begebenheiten



Hermann Josef Schmitz



Auf ein schönes und erholsames Wochenende mit denen, die Euch nahe am Herzen sind.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

01102016 // S 01 M // 49:40

die baumsilhouetten liegen wie negative auf den stillen wassern hinter den grauen wolken kippt das licht die alpträume vergangener tage musst du im überholenden atem endlich vergessen sie vergiften die unberührten alleen hinter den feldern fahnenflüchtiger nebel der tag kann kommen und ich werde wieder worte finden die sich in meinen händen zur zärtlichkeit formen und wenn die stunde nicht gesprächig wird weil etwas unsicher bleibt dann schweigen die baumsilhouetten wie langjährige freunde deren anwesenheit mehr wert sein kann als der gebrauch vorgefertigter sätze die wolken liegen wie negative auf den stillen wassern und am nächsten tag bleiben sie flüchtige bald vergessene randnotizen


Hermann Josef Schmitz


Sie ist so prächtig, wie ich angenommen habe und läuft jetzt rauf und runter und wieder rauf ;-).


Montag, 3. Oktober 2016

Das etwas wächst

die stillgewordenen wälder
am morgen
wenn du den ton suchst
das geräusch eines anderen
am morgen
wenn du zwischen gefallenen blättern
ein zimmer baust
aus luftraum und abschied
am morgen
wenn der tau zu kühl geworden ist
um dein gesicht nah an die erde zu legen
und darauf zu warten
am morgen
das etwas wächst



Hermann Josef Schmitz



Luftbilder aus dem aktuellen Lieblingspark: Kantonale Gartenbauschule Oeschberg in Koppigen.







Sonntag, 2. Oktober 2016

Murten

Nachfolgend einige Eindrücke aus Murten, einer sehr schönen Stadt in der Schweiz, die ich noch nicht kannte und die trotz Grauwetter ihren Charme hat.















Samstag, 1. Oktober 2016

Kein Land in Sicht

auf den kalt gewordenen augen
flackert das aufgescheuchte licht
moderne wanderprediger ohne weitsicht
mit überangeboten aus ungesunden kompromissen im gepäck
bleiben die mittelwege schon lange ohne ziel
und die bündnisse brüchige versprechen
unverkäufliche muster einer vergangenen zeit
auf den kalt gewordenen augen
flackert das zerknirschte licht
am ende zählt man sich nur selbst
und lebt von verblassten rückblicken
keine land in sicht und längst keine heimat
keine blaue stunde im blick
die blume aus sehnsucht verloren



Hermann Josef Schmitz