Samstag, 17. Januar 2026

Undeviginti

ein ins helle aufgerissener himmel
leuchtet entlang der kommenden wege
das versickernde licht der erinnerung
bleibt als gelebte erfüllung zurück
ich schreibe einen gegenentwurf für das kommende leben
nichts hält die neuen worte zurück
zwischen abschieden und neuanfängen
verwoben mit den übergangszwischenräumen
entsteht etwas das noch keine grenzen sucht


ein ins blaue aufgerissener himmel
leuchtet entlang der länger werdenden tage
der aufgestiegene wind sucht noch seinen halt
wir vertrauen dem ungewissen und unserer liebe
die jahreszeiten bleiben beständig unsicher
eingeflochten in die treue der natur
legst du alle verwirblungen hinter glas
grün leuchten die meere um deine irisinsel
wächst das vergangene an einer neuen stelle fort


ein ins hoffnungsvolle aufgerissener himmel
trägt uns bedingungslos in die erwach(s)ende zeit



                                                           für Annemarie

Hermann Josef Schmitz


Heute um 22:22 Uhr schließen wir unser 19. gemeinsames Jahr und sind dankbar für alles, was wir im letzten Jahr miteinander teilen durften. Alles Liebevolle, alles Schöne, alles Traurige und insgesamt das Leben. Die neue Wegstrecke hat kurz vor ihrem Start bereits eine Veränderung erfahren, endlich wohnen wir ganz zusammen. Es wird sicher ein spannendes Jahr werden und wir wissen: es lohnt sich immer wieder, im Jetzt zu sein und zu bleiben und sich dennoch an allem zu freuen, was uns geschenkt worden ist, was wir gemeinsam wahrnehmen und erleben durften, alles, an dem wir wachsen konnten.
Und so vertrauen wir darauf, dass wir wieder behütet und beschützt durch das nächste gemeinsame Jahr gelangen. Auf die Liebe und auf alle Freiheit, die sie möglich macht, auf alles Gemeinsame und auf alles Verbindende. Auf all das in kommenden Worten und Glas in vielfältigster Art und Weise.

Ich danke Dir, meine wunderbare geliebte Herzdame. Ich freue mich auf das nächste Jahr unserer unverändert spannenden Beziehung und auf das, was wir gemeinsam erleben dürfen.