Sonntag, 19. April 2026

Albufeira

I

muschelsäume und ein nie gehörtes tosen dort wo sich die wellen brechen ziehen wolken mit einer seltenen eleganz über den himmel hinweg sand trägt die farben der felsen salzluft dingt auf die haut legt sich in die verschwiegenen atemworte mit leichtem schritt wanderst du von ufer zu ufer und schenkst mir verführungen zum leben


II

schaumnetze sich überschlagende wellen und immer dieses schleifen das knistern der kiesel muscheln sandperlen lichtströme luftfäden eine graue wolkenstadt dazwischen blausilber und der flug der möwen mit flüchtigem schattengewand


III

später werde ich an diese stunde denken wenn die grauen wolken überhand nehmen wollen später werde ich den geruch der salzluft noch immer erahnen später wird diese stunde immer noch unsere stunde sein


Hermann Josef Schmitz


Damit enden die Algarve-Texte ... es gibt aber genug andere Poesie, die weiter zuverlässig hier Platz findet.