I
muschelsäume und ein nie gehörtes tosen dort wo sich die wellen brechen ziehen
wolken mit einer seltenen eleganz über den himmel hinweg sand trägt die farben
der felsen salzluft dingt auf die haut legt sich in die verschwiegenen
atemworte mit leichtem schritt wanderst du von ufer zu ufer und schenkst mir
verführungen zum leben
II
schaumnetze sich überschlagende wellen und immer dieses schleifen das knistern
der kiesel muscheln sandperlen lichtströme luftfäden eine graue wolkenstadt dazwischen
blausilber und der flug der möwen mit flüchtigem schattengewand
III
später werde ich an diese stunde denken wenn die grauen wolken überhand nehmen
wollen später werde ich den geruch der salzluft noch immer erahnen später wird
diese stunde immer noch unsere stunde sein
Hermann Josef Schmitz
Damit enden die Algarve-Texte ... es gibt aber genug andere Poesie, die weiter zuverlässig hier Platz findet.