auf garteninseln blühen fliederbäume die rauen
wolken sind jetzt abgetaucht am ufer üppiger flüsse wachsen grüne städte halme
blätter weitverzweigte spuren öffnen sich für einen neuen traum kurz vor deinen
augen wird jetzt alles still und aus dieser stille öffnen wiesen lichtungen
horizonte sich legen einen neuen raum zum leben an und in dieser stille
entsteht ein schweben wird ein fließen stillt sich sehnsucht braucht kein
reisen keine ferne nur den blick ins nahe grün paradiese tage wie ein großes
fest ohne aufsehen ohne schlagzeilen jahrelang gesenkte blicke auf dem weg von
einem ort zum anderen heben sich und schauen über alle sorgen weg was verhangen
war wird zur blassen spur jetzt ins vergangene legt sich eine neue helle spur
aus blau und grün und gesichter die verloren schienen und geschichten die
verloren schienen wachen auf garteninseln blühen linden fliederbäume und
kastanien während in den beeten noch in kapseln schlafend mohn von seinem
festtag träumt
Hermann Josef Schmitz