im
unendlichen blau schaukeln die weißen schatten aber sie die sie die zeit nur
noch im zersprungenen spiegel sehen haben aufgehört sich im staunenden
schweigen zu üben sie leben in dem was sie leben nennen eingehüllt in fremde
systeme verknüpft mit bildmaschinen denen sie die bestimmung übereignet haben
im unendlichen blau schaukeln die weißen schatten aber sie die sie längst den
übermut und die spontaneität verloren haben neue abgründe aufgetan zerreden die
letzte ungetrübte ungefilterte schönheit schon versiegen die quellen die
antagonisten finden schon lange keinen platz mehr in den gedanken wenn es
ungemütlich wird wuchert die wut aus den gesichtslosen gesichtern finden sie gründe
genug für das vermeintliche unrecht immer nur schön die komfortzonen polstern
immer nur schön den eigennutz füttern im unendlichen blau schaukeln die weißen
wolken die worte sind lau und leblos geworden die raststätten des lebens sehen sie nur
im vorbeifahren es gilt die zeit im zersprungenen spiegel auszunutzen dort wo
sich schon lange die wahrheit verfälscht dort wo die maßlosigkeit sich selbst
denkmäler baut inmitten einer unberechenbar gewordenen zeit
Hermann Josef Schmitz