viel
zu früh ist der sommer müde geworden die wolken haben schon lange ihren letzten
tanz geregnet wälder ertrinken im licht und du gehst seufzend ohne unterlass
seufzend in den frühen morgen an den rainen schweigen die brombeersträucher und
tragen zuversichtlich schwarze früchte noch ist die seele unterwegs hängt in
der ferne dem klang der heimat nach viel zu oft hast du geglaubt loslassen ginge so einfach aber als du wieder ankamst pochte dein herz vor freude spürtest du
die sommerwarme stadt am großen fluss und eine scheinbar verlorene sehnsucht
bahnte sich durch lieder und zeilen ihren weg mitten in dein herz viel zu früh
ist der sommer müde geworden die abschiede rücken näher seufzend stehst du vor
den verlorenen träumen den schwüngen traust du weniger als zu einer anderen
zeit seufzend löst du dich von der sehnsucht die sich nicht mehr erfüllen wird
die wolken haben sich aufgelöst gras hat seine farbe verloren und wächst nicht
mehr aber es muss etwas geben einen traum eine sehnsucht die keinen abschied duldet viel zu früh ist der sommer müde
geworden und hat sich hinten an deine herzwand gelehnt
Hermann Josef Schmitz