I
der sprache folgen und
spüren wie das herz sich an einer immer wieder verschlossenen stelle öffnet
geschichten folgen der aufopferung von menschen im glauben an das gute inmitten
der ungerechtigkeiten trägt der große fluss die jahrhunderte an seinen ufern
entlang unter den groß gewachsenen bäumen zwischen unbekannten eine verbindung
erkennen und den einen moment nicht verpassen in dem der tag dir ein siegel
anbringt ein siegel aus einer nicht fassbaren sicherheit die dir bleibt dort wo
du dich in deinen jungen jahren suchtest dem leben eine spur legtest und der
sprache folgtest wie heute wenn sich die bestimmungen neu verfestigen ein
geduldiger traum nicht aufhört zur sehnsucht zu werden im scherenschnitt des
großen domes
II
es ist die sprache und es sind die geschichten die auch nach so vielen jahren
nichts von ihrem glanz und ihrer bedeutung verloren haben es sind die langen reisen
voll unbestimmter pläne an deren rändern die musik aus deiner stadt wie ein geländer
blieb nicht sichtbar und doch immer da es ist ein großes herz dessen gefühl
sich in der großen stadt zwischen alle straßenschluchten legt
Hermann Josef Schmitz
