Maria Beyeler ist mit
ihrem Fundstück umgezogen und
war gestern für uns mitten im Handwerkerlärm eine wunderbare Oase.
Samstag, 5. Oktober 2019
Freitag, 4. Oktober 2019
Unbeschwert
salzküsse
deine haut ein seidenes laken
unbeschwerter atem
und das blühen der lippen
im hinteren licht
salzflüsse
deine stummen worte eine buchseite
unbeschwertes atmen
und das knospen der lippen
im aufgebäumten licht
salzströme
deine augen verschwiegene nächte
atemlose unbeschwertheit
und das wuchern der lippen
im willenlosen licht
Hermann Josef Schmitz
Auf ein berührendes Wochenende.
deine haut ein seidenes laken
unbeschwerter atem
und das blühen der lippen
im hinteren licht
salzflüsse
deine stummen worte eine buchseite
unbeschwertes atmen
und das knospen der lippen
im aufgebäumten licht
salzströme
deine augen verschwiegene nächte
atemlose unbeschwertheit
und das wuchern der lippen
im willenlosen licht
Hermann Josef Schmitz
Auf ein berührendes Wochenende.
Mittwoch, 2. Oktober 2019
Bonifacio
I
mehr als grabstätten ehrenplätze für ein ganzes leben über der stadt die nie um ihr bestehen weiß blätterndes brüchiges zerfallendes kalkgestein das wasser musik die spielzüge der kartenspieler am morgen tausendfach ausgeklügelt und doch nie ohne überraschung häuser mit hohen sprachlosen stiegen wenn der atem nicht nachkommt weil der blick betört aufbau und abbruch und anstrengung zahlen wie an anderen plätzen sauber geordnet noch zündet niemand den herbst ein feuer im luftigen stoff schreitest du an den schattenzäunen zum meer
II
eine tür die alles gesehen hat ein weißer knauf der viel zu erzählen wüsste der nicht mehr die hände zählt die schlanken die großen die schwieligen die mit dem geruch einer ersten verschenkten rose die die nicht wagten und denen nie geöffnet wurde
III
wie schauen den herden zu die im strömenden licht den anweisungen folgen gesammelte lexikonzeilen eine vergessende zahl überlaufende blicke aber die dächer blühen über der stadt wasserblumen wurzeln in silbernen beeten und die blassen läden in den engen gassen wissen tausend geschichten mehr
IV
vom meer weht salzluft und ich fühle mich getragen vom jetzt
Hermann Josef Schmitz
mehr als grabstätten ehrenplätze für ein ganzes leben über der stadt die nie um ihr bestehen weiß blätterndes brüchiges zerfallendes kalkgestein das wasser musik die spielzüge der kartenspieler am morgen tausendfach ausgeklügelt und doch nie ohne überraschung häuser mit hohen sprachlosen stiegen wenn der atem nicht nachkommt weil der blick betört aufbau und abbruch und anstrengung zahlen wie an anderen plätzen sauber geordnet noch zündet niemand den herbst ein feuer im luftigen stoff schreitest du an den schattenzäunen zum meer
II
eine tür die alles gesehen hat ein weißer knauf der viel zu erzählen wüsste der nicht mehr die hände zählt die schlanken die großen die schwieligen die mit dem geruch einer ersten verschenkten rose die die nicht wagten und denen nie geöffnet wurde
III
wie schauen den herden zu die im strömenden licht den anweisungen folgen gesammelte lexikonzeilen eine vergessende zahl überlaufende blicke aber die dächer blühen über der stadt wasserblumen wurzeln in silbernen beeten und die blassen läden in den engen gassen wissen tausend geschichten mehr
IV
vom meer weht salzluft und ich fühle mich getragen vom jetzt
Hermann Josef Schmitz
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