Montag, 6. April 2020

04042020 // S 01 S // 31:55

die weißen steinufer liegen stiller am aufgehenden ufer zwischen den verboten knirschende schrittmuster langgezogene sehnen und ein unaufhörliches kommen und atmen murmelnd treiben die wassergrünen straßen die wälder blühen mit jedem tag auf die vernunft ist das eine und der traum das andere blaue blumen ankern ich kämpfe gegen die vorstellung mit einem netz aus liebesworten und die stummen asphaltbänder lösen sich im klang der sirenen und werden zu einem nicht endenden flattern träumte ich würden schiffe in meinen wälder ihre segel hissen und die denunziantenherde schwiege für immer und bliebe angebunden in ihren scheunen in ihren käfigen in ihren leeren bucheinbänden 


Hermann Josef Schmitz

Samstag, 4. April 2020

Entkommen

den tagen
schrieb ich murmelnde wortströme
den nächten
legte ich dunkle träume zur saat
deinem himmel
näherte ich mich ohne bedenken
aus meinem inneren
entkam ich ohne eine spur zu hinterlassen



Hermann Josef Schmitz



Ab und zu kann man mich jetzt auch hier lesen: https://twitter.com/wortgarage

Donnerstag, 2. April 2020

Unsicher

die herden verlangsamen sich längs der angst
im durchgangszimmer wartet räuspernd die zeit
und legt dir den leihvertrag über die welt vor
am ufer sucht eine amsel noch ihren gesang
gefangen in der stille der dämmerung denke ich
an deine hand auf meinem zitternden herzflügel



Hermann Josef Schmitz