in die
nacht gehen
in diese unerreichbare ferne
träume ufern lassen
ohne den eigenen traum zu bändigen
diese ungenaue ferne
einer fremdgewordenen landschaft
loslassen und sich selbst
wieder beheimaten zwischen
aufgehenden bäumen
und deinen ersehnten händen
Hermann Josef Schmitz
Die zweite CD von Paradision (http://paradision-music.de/) gehört jetzt auch zu meinem Musikbestand.
«Mastermind» pimpt jeden müden Samstagmorgen auf und lässt einen
auf einen hellen Sommer freuen.
Samstag, 6. März 2021
Wieder beheimaten
Donnerstag, 4. März 2021
Erinnernd
I
deine unbeschwerten augenblicke
waren flüchtige blüten
inmitten der tage ohne rückfahrkarte
häufig reiste die sorge
in deinem schweren gepäck
die vergangenheit blieb unbesprochen
dann gab es die wortreihen
die dír ein stilles leuchten
auf die augen legten
diese wortreihen aus unbeschwerter zeit
II
so gerne hättest du deiner ungewissheit
einen fahrplan mit klarer ankunft geschenkt
aus vollem herzen deinen lichten traum
ohne zügel in die welt gelassen
so gerne hättest du dich gesehnt
nach einem unbeschwerten himmel
in dem es keine register mehr gab
für das gepäck der geschichte
für das gepäck deiner eigenen geschichte
so gerne hättest du dich
von deiner schutzschicht aus sorge gelöst
wenn dir jemand bedingungslos
befreiung geschenkt hätte
Hermann Josef Schmitz
Dienstag, 2. März 2021
27022021 // S 02 // 37:05
I
ein lichter traum fließt ohne zügel durch die wälder der schritt reihenfolge
liegt in einem schattenwurf ein letztes mal bereist ein kalter luftzug dünne
äste legt einen seidenanker über jedes graue rindenvlies noch hält der winter
seiner letzten tage festgeschriebenes gelübde noch liegen knospen unter einem
weichen gleis doch hat das blau der weiten himmel längst sein kühles zittern
aufgegeben die lungenflügel stehen fest im weiten rund jetzt legen sich die
schritte wieder einen eigenen verlauf keinen zähler braucht es keine spur die
eingelagert wird nur unnotierte atemzüge luftgedanken eines herzschlags
zwischennote und diese sehnsucht nach der hellen zeit
II
ein lichter traum fließt durch die wälder ich trage meine liebe auch im fernen wie ein versprechen ein begehren ich trage sie wie einen lichten traum
Hermann Josef Schmitz
Die wunderschöne Krokuswiese im Areal von Schloss Massenbach.