an den kargen ufern wachsen anemonen
jetzt im überfluss werden hoffnung und umarmung in den stillen stunden eines
schattentags doch es werden stunden kommen voll von hellem licht und worten die
verbinden werden dunkle streifen lösen einer sorgenvollen stunde alles schwere
nehmen denn in einem haus in deinem leben wohnt des liebsten menschen
heimatzeile legt voll zärtlichkeit und offenen augen eine würde die nach
ihresgleichem sucht an den rändern karger wälder wachsen anemonen jetzt im
überfluss tragen aus der weite die verheißung warmer stunden voller grün dann
in einer lange nicht gewesenen leichtigkeit werd‘ ich deinen offenen augen
folgen alle räume schließen wo der rückschlag wohnt und dem schönen das in
allem lieben wohnt einen raum einrichten der so ungewöhnlich sein darf wie die
liebe selbst die verändert wechselt und doch bleibt in die blass gewesenen
lüfte wachsen anemonen jetzt im überfluss
Hermann Josef Schmitz
Auf einen schönen Frühling 🙏
Donnerstag, 20. März 2025
März III
Dienstag, 18. März 2025
Gewissen
wieder sind es die toten
die den aktienkurs beflügeln
dann sitzen die vermeintlichen gewinner
schon am morgen in den cafés
schlürfen sekt und trinken cappuccino
danken im stillen ihren beratern
die ihnen guten gewissens
rüstungsindustriepapiere empfahlen
Hermann Josef Schmitz
Sonntag, 16. März 2025
Aufbruch
menschen begegneten sich in der zuversicht
sie entledigten sich all der verdächtigungen
wunder trugen die form von rosen und wolken
zärtlichkeit wuchs in tägliche umarmungen hinein
menschen verknüpften chroniken der aufrichtigkeit
legten die masken der fremden begehrlichkeiten ab
es war zeit geworden sich gegen die lügen zu stellen
wahrheiten zu begreifen kränkungen zu verzeihen
und die liebe aus den dunkelkammern zu holen
Hermann Josef Schmitz
Freitag, 14. März 2025
März I
I
die mittagsstunden weiten ihre lungen an sonnenhängen wuchert erstes
blütenlicht den müden fluss erwärmt ein erster streifen heller glanz nichts
bleibt im rahmen nichts und doch bringt alles wie von selbst den hellen klang
voran was gestern noch den mutlosen in seiner kammer hielt dem fehlt für heute
die berechtigung die weiten horizonte locken der große see hüllt seine haut in
ein besonderes blau spannt sich bis zur dämmerung
II
die unerschütterlichkeit trug uns und es gab stunden da entrückten wir allem
schweren die verletzlichkeit die versehrtheit die schutzlose offenheit wurde
zur innigkeit zu einer leuchtenden sinnlichkeit und zur verführung dann lagen
wir im licht des beginnenden frühlings und wussten um die grenzenlose nähe und
unerschütterlichkeit in uns
III
spät am abend riecht die luft nach aufbruch und poröser erde im dunkelblau des
himmels wohnen sterne von einem lange nicht gesehenen glanz sie trösten in den
ersten tagen dieses monats sie haben mehr bedeutung als zu anderer zeit und sind
doch gleichmütig und still
Hermann Josef Schmitz
Auf ein segensreiches und im Herzen wärmendes Wochenende.
Mittwoch, 12. März 2025
Vom Öffnen und Lösen
die städte lagen noch im grau
jener dunstigen stunden des übergangs
hinter den fenstern entblößte
die müdigkeit ihr gesicht
leise lösten sich traumschichten
ordnungen zurrten die zeit in diesem grau fest
noch fehlten die aufmunternden worte
aber es gab eine lichtspur
nahe des grenzübergangs
da blühten in großen rabatten
blumen ohne unterlass in hundert farben
in üppiger vielfalt öffneten sie sich
lösten die masken und legten
hoffnungsvolle worte auf die lippen
Hermann Josef Schmitz