Montag, 25. Mai 2026

Mitten im Leben unter hellichtem Blau

an den zäunen blühen lichtdurchlässig
sträucher zweige lange stiele
im beet kleiden sich die pfingstrosen
mit purpurnem kragen
alles ist bereit
als gäbe es ein fest zu feiern
gibt es ein fest zu feiern
mitten im leben unter hellichtem blau



Hermann Josef Schmitz



Hier geht so vieles jetzt ins volle Blühen. Das macht uns sehr sehr froh und dankbar zugleich. Weil es ein Geschenk ist, an diesem Ort wohnen zu dürfen, zusammen wohnen zu dürfen und umhüllt zu sein von der Natur.

Die neue Keramik ist von Veronika Müller, deren Kunst hier einige Plätze innen und außen ziert. Mehr von ihr kann man noch heute am Keramik-Markt im Park von Schloss Landshut sehen oder auf ihrer Website 
https://www.toninton-keramik.ch/html/news.php.

Omnia Causa Fiunt = Alles geschieht aus einem Grund.





Samstag, 23. Mai 2026

Pfingsten

an den zäunen blühen lichtdurchlässig
sträucher zweige lange stiele
im beet kleiden sich die pfingstrosen
mit purpurnem kragen
alles ist bereit
als gäbe es ein fest zu feiern
gibt es ein fest zu feiern
mitten im leben
unter hellichtem blau



Hermann Josef Schmitz

Donnerstag, 21. Mai 2026

Aus dem Erinnern ins Erfüllen

auf den sommerreisen meiner seele
fand ich lupinen mohn und eine mozartrose
wenn sie verblühten entstand erinnerung
verblasste wurde dünner für ein ganzes jahr
dann ging die seele wieder auf die sommerreise
und noch bevor lupinen mohn und eine mozartrose blühten
wuchs die erinnerung aus ihrer blässe weit hinaus
zu einer großen sehnsucht die schon bald erfüllung fand



Hermann Josef Schmitz

Dienstag, 19. Mai 2026

Hungrig bleiben auf das schöne Leben

dem leben will ich unverändert hungrig folgen
rückblickend die erinnerungen liebevoll betrachten
und dann und wann das moos von ihnen entfernen
damit sie ihre klarheit ihre wahrheit halten dürfen
aber dem leben will ich unverändert hungrig folgen
an manchen tagen innehalten
wie vor einem großen stillen see
nur schauen und alles in mich wachsen lassen
was unbeschreiblich schön sein kann
nicht festgehalten werden muss wie ein erinnern
auch ohne worte bilder ohne töne
bleibt dafür platz genug in meinem staunend herz
dem leben will ich unverändert hungrig folgen
mich freuen wenn liebgewonnene menschen
ein stück von dieser strecke mit mir gehen
und du dich einhakst leise und mit diesem blick
der dieses leben immer wieder mal verklärt
will ich mit dir so unverändert hungrig
auf das schöne leben bleiben



Hermann Josef Schmitz

Sonntag, 17. Mai 2026

Mai II

in den mutmaßungen zergehen die ungebremsten worte ohne gespür subtile demütigen krude bildfolgen eine adoleszente zeit und dieses bedenkliche schweben diese bedenkliche schwere albträume die die nacht ausleuchten falsche königinnen und könige und immer auf der vergeblichen suche nach sich selbst gewöhnen verschwimmen grenzen loten sich neu aus konfliktlinien verschwinden in den fernsehsesseln verschläft die moral den beginn der nacht ein fenster ins nichts gerät zum einzigen ausweg umwege sind in den gedanken ausgeschlossen worden keine seitenblicke mehr nur noch der herde folgen durch das fenster ins nichts irdische spielpläne von fremden im schatten entworfen attrappendiskussionen um nichts mehr den großen gedanken spannen sondern untergehen in den wellen der gekauften empörung 


Hermann Josef Schmitz