Sonntag, 9. August 2026

August I

die übernächtigten störungen des alltags passen nicht in die gewünschten makellosen tage selbst in den schutzräumen ist die wirklichkeit nicht mehr abzuschotten hinter den hügeln einer verloren gegangenen landschaft im grünen weinen die bedrohungen ohne unterlass flüsse verkümmern und sofortmaßnahmen sind wahlversprechen die übernächtigten störungen der lebensentwürfe passen schon lange nicht mehr zueinander aber die durchhalteparolen werden in größeren buchstaben geschrieben farbiger auffälliger während bäume brennen die bedrohungszahlen in ungeahnte höhen schnellen die zustände nicht mehr berechenbar sind leben wir in fristen tabellen erträgen erledigungen und falschen hoffnungen während die bedrohung noch zu selten in die eigenen wände bricht es wird schon gutgehen es hat schon immer gutgegangen nein es wird nicht mehr gutgehen ohne den weiten blick die aufwachsende liebe zu einer einzigen landschaft im ganzen denn sonst wird es die ungeborenen treffen die übernächtigten störungen glanzloser tage haben die ruhe vor dem sturm verlassen schweigende männer und frauen haben ihre zäune hochgezogen und in klimaanlagen investiert sie glänzen mit leeren versprechungen und fehlender liebe aber es ist möglich neu zu beginnen rastlos nach guten lösungen zu suchen und endlich mehr im blick zu haben als fristen tabellen erträge und lieblosigkeiten 


Hermann Josef Schmitz

Freitag, 7. August 2026

Wunsch

lass mich liegen
im dunklen licht deiner haut
lass mich still werden
unter dem gefieder deiner worte



Hermann Josef Schmitz


Auf ein liebevolles und möglichst sorgenfreies Wochenende.

Mittwoch, 5. August 2026

Würdigung

inmitten aller untergangsprophezeiungen
verweilt der wind in den lindenbäumen
legen sich die blätter des hibiskus gegenseitig
schatten in ihre leuchtenden kelche
dann wächst ein lächeln über dein gesicht
wird der tag zu einem geschenk
das es verdient hat gewürdigt zu werden
allen untergangsprophezeiungen zum trotz



Hermann Josef Schmitz