dem leben will ich unverändert hungrig folgen
rückblickend die erinnerungen liebevoll betrachten
und dann und wann das moos von ihnen entfernen
damit sie ihre klarheit ihre wahrheit halten dürfen
aber dem leben will ich unverändert hungrig folgen
an manchen tagen innehalten
wie vor einem großen stillen see
nur schauen und alles in mich wachsen lassen
was unbeschreiblich schön sein kann
nicht festgehalten werden muss wie ein erinnern
auch ohne worte bilder ohne töne
bleibt dafür platz genug in meinem staunend herz
dem leben will ich unverändert hungrig folgen
mich freuen wenn liebgewonnene menschen
ein stück von dieser strecke mit mir gehen
und du dich einhakst leise und mit diesem blick
der dieses leben immer wieder mal verklärt
will ich mit dir so unverändert hungrig
auf das schöne leben bleiben
Hermann Josef Schmitz