mäandernder
regen fließt die sonnenstunden entlang mitten im sommer haben sich die grenzen
längst verschoben nichts scheint mehr dauerhaft verlässlich berechenbar zu sein
menschen mit zwei gesichtern tragen die geschichte hinter der geschichte als
geschickte lüge sie nennen es die unterschiedliche betrachtung der wahrheit
aber sie verkaufen die leihsache zu einem überhöhten preis und niemand bekommt
mehr das was es mit sorgfalt zu nutzen gilt mitten im sommer verschieben sich
die zeiten das verlorene gewissen fremder dringt in meine gedanken lähmt die
schönheit der zeit und der schmerz hinter dem schmerz der schritte hat seine
würde verloren alles zählt was zählt nichts geschieht mehr ohne berechnung
alles muss etwas wert sein alles muss sich lohnen aber worauf kommt es denn an
inmitten der aufgebrochenen wahrheit was zählt denn wirklich jenseits der
laufstege der quoten der falschen gesichter mäaandernde wolken tragen den regen
unter dem grauen stoff nur dein herzhaus bleibt mein sicherer ort
Hermann Josef Schmitz
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende mit vielen sicheren Orten in diesem verregneten Sommerbeginn.
Freitag, 25. Juni 2021
24062021 // S 01 L // 1:03:33
Mittwoch, 23. Juni 2021
Wir brauchen uns Menschen
wir
brauchen uns menschen
unsere zuwendung und unsere tränen
wir brauchen die tage
jenseits der einsamkeit mehr denn je
brauchen wir zärtlichkeit
wir brauchen die stillen tage zu zweit
in denen wir gehen können
schritt an schritt
den blick nach vorne
den blick zugleich zugewandt
brauchen wir uns menschen mehr denn je
über alle verbindungen hinaus
brauchen wir dieses sorgen und umsorgen
dieses halten ohne festzuhalten
brauchen wir uns menschen
Hermann Josef Schmitz
Montag, 21. Juni 2021
20062021 // S 01 // 43:44
menschenhohe
blüten stehen an der strecke luft drückt schwer wie eines tiefen schmerzes
unverschlossene wunde nah vom fluss tönt eine rauhe melodie unter tiefen ästen
verdunkeln sich die wege hie und da ein lichtfleck eines sonntagsgrauen himmels
regen wartet zwischen blassen stunden spüre ich dann meinen atem wieder folge
seiner reihenfolge wie von selbst spüre ich mich wachse wieder zu mir um aus
mir zu kommen lange tage schwieg mein ich zu mir wie von unsichtbarer hand
gelöst fallen jetzt erinnerungen in sich zusammen wird die gewissheit einer
liebevollen gegenwart zu einem festen boden reife felder stehen an der strecke
diese schwere luft verliert für mich bedeutung in der ferne webt dein atem
stille worte einen traum und eine zuversicht dieser liebe diesem werden diesem
liebevollen sein übergebe ich die zügel für den weg der uns vertraut
Hermann Josef Schmitz