Mittwoch, 23. Juli 2014

Gleichgewicht

an einen unerschütterlichen
baum lehnen
während du dich
dem wind hingibst



Hermann Josef Schmitz



Nach 10 Tagen in Kölpinsee auf Usedom sind wir wieder zurück und ich möchte gerne noch mal einige Eindrücke hinterlassen. Im letzten Jahr – an einem anderen Ort auf Usedom – haben wir einiges gesehen wie das sehr sehenswerte Museum Atelier von Otto Niemeyer-Holstein.

Begeistert waren wir dieses Jahr zunächst einfach von unserer wunderbaren Wohnung Schwedenrot.
Klare Formen, sehr schön und hochwertig eingerichtet, kein Schnickschnack, und ein Gefühl, das einen direkt zu Hause ankommen lässt (das haben wir zuvor nie in einer Wohnung erlebt). Man geht raus, hat einen schönen Sitzplatz im Freien und im Halbdunkel haben die Kiefern etwas ganz Geheimnisvolles.














Um die Ecke (ca. 500 m entfernt) gibt es den Fuchsbau, ein Antique Café und Restaurant, das wir am letzten Abend entdeckt haben … ganz anders, mit einem antiken Chic und sehr zum Wohlfühlen. Und die Minze für den Mojito wird noch frisch gepflückt.


Und das Meer - insbesondere an unserem Lieblingsstrand von Koserow - ist immer sehens-, spürens- und genießenswert. Meistens waren wir auch drin.







Und nach unserer Wanderung am Lieper Winkel sind wir in das Städtchen Usedom gefahren, das sehr still an einem Samstagnachmittag in der Sonne lag. Man geht sehr leise über die Kopfsteinpflasterstraßen und ist sehr angetan von den alten schönen Türen.


















Gefallen hat uns auch dieses Jahr der Besuch vom Kunstkabinett Usedom, der kleinen Galerie in Benz direkt neben der Kirche. Aktuell gibt es unter dem Titel "Auf dem Narrenrad" Karikaturen von Lyonel Feininger zu sehen. Aber auch die anderen Bilder (z.B. von Armin Müller-Stahl) sind sehenswert und wir haben uns dieses Mal zurückgehalten und nur Postkarten gekauft ;-).


Es waren wunderbare Tage, wir hatten schönes Wetter und viel Weite und vor allem gemeinsame Zeit zum Erholen und Sein. Und dafür danke ich Dir, meine Herzensdame, einmal mehr. Ich genieße diese Zeiten so sehr und ich freue mich daran, wie gut uns die Tage waren und sind.

Montag, 21. Juli 2014

Lieper Winkel

aus dem gedränge fallen die zeit misst nur noch den wechsel des lichts leise wandern durch dörfer die keine vergangenheit in ihren gesichtern tragen sommer auf seinem höhepunkt die weit gereiften felder und die wiesen im aufgehen nach dem ersten schnitt dazwischen kornblumen malven und pergamenttrockener mohn wind geht summend vorbei ab und zu das leise wimmern der luft nach einem flügelschlag die unmerkliche veränderung und das gemeinsame gehen das konzentrieren auf den nächsten schritt das anhalten für eine leuchtende unbemerkte blüte in der ferne achterwasser ein segelschiff und ein anderes und nichts haben außer uns selbst und diesen augenblick eintragen in das was uns leben ist in das was es zu lieben begehrt diesen augenblick in diesem tag in diesem licht in diesem geliebten zweiraum in diesem geliebten leben in dir


Hermann Josef Schmitz















Samstag, 19. Juli 2014

Wende

die einen gehen für immer aus der welt
wie kalte wände werden andere fremd
verwerfen dich an eine ungewissheit
bis wie von selbst
ein unbekanntes wort macht sich vertraut
ein lang gesuchter augenblick
wäscht sich im frühen morgen klar



Hermann Josef Schmitz


Wir waren in Greifswald … das ist an kühleren Sommertagen (und sonst auch :-) eine Reise und mehr als einen Lichtblick wert: