I
dieses genaue finden und dieses ungenaue suchen auf einer kleinen reise in den
tag dem unbekannten eine tür öffnen unter dem grau geschliffenen himmel steht
jahrtausende altes gestein schicht um schicht viele dekaden über das schweigen
flattern seit jeher die wellen tragen ihr licht in alle fugen und überdauern
alle erkennbare endlichkeit
II
an häuserufern vergehende farben die gefliesten fassaden überdauernde schönheit
auf das kleine das scheinbar geringe schaute ich im vorbeigehen blühten die
farben in den verborgenen winkeln
III
von dir sehen lernen wenn die tage regentropfen in die kalender schreiben von
dir innehalten lernen und dich an manchen tagen lieben wie lange zuvor
Hermann Josef Schmitz