dahinfließender august
flügelwesen sonnen sich
im blütenschatten
deine birkenhaut mit
ihren kleinen verletzungen
hat sich gewandelt
zwischen den sonnenfenstern
entblösse ich mich
und gebe mich hin
schutzloser altar aus dem
regenschatten blühen
hibiskus echinacea salbei und
königsblumen ohne namen
ihr schein genügt
die tage sind begrenzt
nie ist die üppigkeit der liebe
wie in diesem sommer
wissen wir nichts weiter
von dem was kommt
wachsen uns aus
vergessen die worte
auf der sprachspur
atemleitplanken
ein gürtel aus sternen
später hinter dem
verdunkelten lid
Hermann Josef Schmitz
Donnerstag, 8. August 2013
Dienstag, 6. August 2013
Eingebrannt
in einer kammer in
meinem herzen bleibt dieser tag mit dir eingebrannt und die sätze die
bewegungen die gehaltenen hände und all die berührungen und diese kostbare
nacht in ihrem lichtschein die silbernen worte aus glas das vermächtnis das
sich in der wiederkehr birgt und nichts als ein glückliches schweigen zwischen
den übergängen im blau und die unverschlossene kammer in der ich diese
nacht aufbewahre
Hermann Josef Schmitz
Hermann Josef Schmitz
Sonntag, 4. August 2013
Erbe
ich trage
einen einzigen satz
von dir
und jede blühende ähre
der glatte ton von gras
der geruch aufkommenden windes
die wegstrecke
zwischen blitz und donner
die spannung
eines dünnen drahtes
sind mir zum erbe geworden
im leben
nach deiner zeit
für P. (* 03.08.1932)
Hermann Josef Schmitz
einen einzigen satz
von dir
und jede blühende ähre
der glatte ton von gras
der geruch aufkommenden windes
die wegstrecke
zwischen blitz und donner
die spannung
eines dünnen drahtes
sind mir zum erbe geworden
im leben
nach deiner zeit
für P. (* 03.08.1932)
Hermann Josef Schmitz
Freitag, 2. August 2013
Ohne Titel
der laute atem
das scharnier zwischen
dem kommen der wellen
und ihrem verschwinden im sand
der leise wind
ohne schürze
der das wasser entschweigt
seine glätte aufbricht
und das kommen der wellen
und ihr verschwinden im sand
Hermann Josef Schmitz
Auf ein leises und leuchtendes Sommerwochenende ...
das scharnier zwischen
dem kommen der wellen
und ihrem verschwinden im sand
der leise wind
ohne schürze
der das wasser entschweigt
seine glätte aufbricht
und das kommen der wellen
und ihr verschwinden im sand
Hermann Josef Schmitz
Auf ein leises und leuchtendes Sommerwochenende ...
Mittwoch, 31. Juli 2013
Sommertraum
sommer auf dem gipfel
des leuchtens wiederholung ein unbeschreibliches jahr ein neues jahr ein
stiller wortrahmen legt sich als tiefere bedeutung über das gemeinsame
versprechen in heiligen wänden geweitetes bewusstsein draußen gibt die sonne
den feldern die letzte reife die großen messer schneiden ohne unterlass es ist
ein guter sommer einer der uns bestimmt bleibt und dessen leuchten in den abend
strahlt in den weiten gärten klingen die lieder nach das herz kann sich nicht
beruhigen vor gelöster erregung und atemlosen glück da steht einer mit
verzaubertem blick und schenkt dir einfache sätze und es ist so die träume und
die liebe verändern unsere welt der glaube an das mögliche und der versuch
einen schritt weiter zu gehen und zu bleiben in dem was unbeschreiblich ist und
dessen beschreibung nur ein versuch ist weil es viel tiefer strahlt
Hermann Josef Schmitz

Hermann Josef Schmitz

Montag, 29. Juli 2013
Juliregen
regen fällt unaufhörlich
auf reife blätter und gräser
ermattete blüten atmen auf
und entfalten sich neu
diese ersehnten gesänge
sind wie perlenreihen
die sich in die falten
der bäume und böden legen
und das stehengebliebene
hebt wieder zum wachsen an
und du spürst
wie der sommer
den höchsten grat
auf dem sich das leben übertraf
unmerklich überschreitet
Hermann Josef Schmitz
auf reife blätter und gräser
ermattete blüten atmen auf
und entfalten sich neu
diese ersehnten gesänge
sind wie perlenreihen
die sich in die falten
der bäume und böden legen
und das stehengebliebene
hebt wieder zum wachsen an
und du spürst
wie der sommer
den höchsten grat
auf dem sich das leben übertraf
unmerklich überschreitet
Hermann Josef Schmitz
Samstag, 27. Juli 2013
Bedingungslos
ich leb mit dir
in diesem kanon zwischen
leidenschaft und liebe
ich falle wenn ich fallen mag
weil du mich trägst
und mir das glück
wie auch die zuversicht
entgegen hältst
ich leb mit dir
und flechte worte
auf dem dünnen grat
der nächte und der tage
ungestüme himmel
bin jahreszeit und wellengang
und komm zu dir
und bin doch immer frei
in allem unbedingt
nichts weiter gilt
in diesem kanon zwischen
horizont und ufer
dort werde ich auch morgen sein
mit allen händen augen herzgesang
da werde ich auch morgen
in dir sein
ein stiller stern
auf dessen fluren
du mit jedem atemzug
dich neu erfährst
damit der kanon
unvermindert klingt
der kanon zwischen
leidenschaft und liebe
Hermann Josef Schmitz
Von Herzen DANKE an meine Herzensfrau für ein wunderwunderbares Jahr.
in diesem kanon zwischen
leidenschaft und liebe
ich falle wenn ich fallen mag
weil du mich trägst
und mir das glück
wie auch die zuversicht
entgegen hältst
ich leb mit dir
und flechte worte
auf dem dünnen grat
der nächte und der tage
ungestüme himmel
bin jahreszeit und wellengang
und komm zu dir
und bin doch immer frei
in allem unbedingt
nichts weiter gilt
in diesem kanon zwischen
horizont und ufer
dort werde ich auch morgen sein
mit allen händen augen herzgesang
da werde ich auch morgen
in dir sein
ein stiller stern
auf dessen fluren
du mit jedem atemzug
dich neu erfährst
damit der kanon
unvermindert klingt
der kanon zwischen
leidenschaft und liebe
Hermann Josef Schmitz
Von Herzen DANKE an meine Herzensfrau für ein wunderwunderbares Jahr.
Freitag, 26. Juli 2013
Usedom
die unsortierten ufer
unter dem pergamenthimmel
das endlose geschrei
von möwen wellen wind
die verschrobenen wolken
über dem meer der geruch
von altem glas und muscheln
die verlorenen zeiten
hängen noch lose
wie algen an den füßen
Hermann Josef Schmitz
Die Tage im Norden waren schön und jetzt freuen wir uns auf unser Fest ...
Habt ein schönes Wochenende und genießt den Sommer ...
unter dem pergamenthimmel
das endlose geschrei
von möwen wellen wind
die verschrobenen wolken
über dem meer der geruch
von altem glas und muscheln
die verlorenen zeiten
hängen noch lose
wie algen an den füßen
Hermann Josef Schmitz
Die Tage im Norden waren schön und jetzt freuen wir uns auf unser Fest ...
Habt ein schönes Wochenende und genießt den Sommer ...
Mittwoch, 24. Juli 2013
Montag, 22. Juli 2013
Hingabe
fände ich worte
für dein traumloses lächeln
im dämmernden schlaf
an diesem sommermorgen
steht das licht höher als gewohnt
fände ich worte
für diesen augenblick
will ich schweigen vor glück
Hermann Josef Schmitz
Samstag, 20. Juli 2013
Wunsch für Dich
ich wünsche dir
du könntest spielen
leicht sein
dich mit deinen säumen
an gedankenlose tage schmiegen
und wünsche dir
du könntest ohne suche sein
dich mit deinen träumen
an die ufer neuer meere legen
und könntest sein
und könntest lauschen
könntest spielen
und in dem leben
in dem einen
deinem leben dir bedeutend sein
Hermann Josef Schmitz
Auf das Main-Quiltfestival vom 26. - 28.07.2013in Aschaffenburg mag ich heute ganz besonders hinweisen, weil ich mich immens darüber freue, dass Jutta Hellbach hier ihre textile Kunst präsentiert und es mir eine besondere Freude ist, dass sie 3 meiner Texte, u.a. den obigen (im 5. Bild) in wunderbare Form gebracht hat. Ich danke dafür sehr und wünsche Dir ganz ganz viel Erfolg.
du könntest spielen
leicht sein
dich mit deinen säumen
an gedankenlose tage schmiegen
und wünsche dir
du könntest ohne suche sein
dich mit deinen träumen
an die ufer neuer meere legen
und könntest sein
und könntest lauschen
könntest spielen
und in dem leben
in dem einen
deinem leben dir bedeutend sein
Hermann Josef Schmitz
Auf das Main-Quiltfestival vom 26. - 28.07.2013
Donnerstag, 18. Juli 2013
Lüttenort
stehengebliebene
festgehaltene aufgestandene am achterwasser ein bahnwagen zum leben und an den
seitenzahlen des deiches wächst schilf üppiges geflecht das dem wind trotzt
unwägbare vergangenheit ein einziges konzentrieren und dem licht eins sein und
den schatten schätzen an den besonders hellen tagen wenn das licht dort am
stärksten blüht unverletzte männerfahrten in den norden und ein blühen und
vergehen räume schaffen für figuren das refugium wie ein tabu zwischen den
leuchtenden malvenblüten die erben sitzen im garten und üben hölzern mit ihren
farben ohne zu verstehen wie es war wie karg und genügsam unterworfen dem
einzigen willen ein bild und noch eines und eingefügt in die landschaft dem
sand gebieter geworden aus zerbrochenen schiffsmasten und alten bohlen mit dem
geruch von algen und salz ein einziger entwurf jeder tag im üben zum leben im
üben zum aufgehen und nie aufgeben sondern sich hingeben dem licht in der frühe
bis zum vergängnis wenn sich die sterne aufreihen an den planken des wassers
dort wo sich tintenblaue wellen überschlagen und ihr geruch sich festsetzt im
versprechen der nacht
Hermann Josef Schmitz
Besuch im Atelier von Otto Niemeyer-Holstein; sehr sehenswert, so als wäre die Zeit stehengeblieben und er würde jeden Moment wieder eintreten. Hat uns sehr beeindruckt, inclusive der guten und aufschlußreichen Führung.
Die Fotos sind aus dem Garten, zweimal mit Blick auf das Atelier ...
Hermann Josef Schmitz
Besuch im Atelier von Otto Niemeyer-Holstein; sehr sehenswert, so als wäre die Zeit stehengeblieben und er würde jeden Moment wieder eintreten. Hat uns sehr beeindruckt, inclusive der guten und aufschlußreichen Führung.
Die Fotos sind aus dem Garten, zweimal mit Blick auf das Atelier ...

Dienstag, 16. Juli 2013
Zwischen Fragen und Antworten
zwischen dem ewigen hin
und her auf den strassen zwischen den schutzlosen wäldern das atmen deiner
rotschattierten lippen ein vergessener name ein anwährendes fragen nach heimat
ein aufruf ohne guten abschluss und keine antworten nichts als wundes schweigen
ein vergessenes tier gestern und dann nichts als eine entschuldigung zu viel
ein ansprechen zu einem falschen versprechen anstatt die worte sorgsam zu
wählen das meer treibt zwischen den ufern und misst sich gegen den stein den
sand den wind das segel die bäume stehen schief und halten stand wie deine
antwort auf meine gedankenlose bemerkung
Hermann Josef Schmitz
Hermann Josef Schmitz
Freitag, 12. Juli 2013
Aufgebracht
hinter den läden
das aufgebrachte licht
liegst du schutzlos
wie ein seidenes laken
deine leichtgewordene haut
und in den speichern
sind die sterne am tag
angeheftete wegweiser
liegst du schutzlos
und doch aufgehoben
zwischen den linien
meiner hände
liegst du aufgebracht
Hermann Josef Schmitz
das aufgebrachte licht
liegst du schutzlos
wie ein seidenes laken
deine leichtgewordene haut
und in den speichern
sind die sterne am tag
angeheftete wegweiser
liegst du schutzlos
und doch aufgehoben
zwischen den linien
meiner hände
liegst du aufgebracht
Hermann Josef Schmitz
Mittwoch, 10. Juli 2013
Sechsneunundfünfzig
verwunschene
zugewachsene ufer das vertrauen eines frühen morgens liegt das licht noch in
grauen tüten den zielgeraden mühevoll entkommen die die dir zweimal nein für
ein ja wünschen bleiben ihrem eigenen verlangen treuer gras hat sich aus der
nacht gewebt jetzt steht es taugrün und demütig vergangener regensturz auf der
fragilen haut gedrücktes relief die jungtiere wie adoleszente sind noch unbeschwert
nichts fordert sie schwanken zwischen übermut der ansteckt und dem drang zu
wachsen ohne erkenntnis auf den verschlungenen wegen überrascht dich das
ankommen ungenaue resignationen haben sich entfiltert kein tal der tränen am
fluss aber ein mutiger gedanke über geschlossene gesellschaften die in dir
wohnen die gemeinschaften aufzukündigen wieder bei dir selbst ankommen andocken
wohnen in einem haus voller blau das kennwort haben dort wo dein atem ein
stiller ort wird die liebe eine herausforderung voll anmut und die augen
untrügliche verbindung die keine worte benötigt ein einziger unbemerkter
aufbruch dem die gegenwart gilt der letzte zufluchtsort der einzige mittelpunkt
zum leben
Hermann Josef Schmitz
Hermann Josef Schmitz
Montag, 8. Juli 2013
Heimat
als wären all die häuser
unbewohnt
an diesem frühen sonntagmorgen
ein fernes sehnen wehen zehren
wenn der wind sich in der wellen aufbruch reibt
dann wird der tag sich jedem anspruch fern
zu einem großen traum für einen langen augenblick
dort wo die sehnsucht drin verweilt
dem himmel gleich sich ohne jeden makel aufmacht
und dich bewohnt wie einen alten freund
Hermann Josef Schmitz

an diesem frühen sonntagmorgen
ein fernes sehnen wehen zehren
wenn der wind sich in der wellen aufbruch reibt
dann wird der tag sich jedem anspruch fern
zu einem großen traum für einen langen augenblick
dort wo die sehnsucht drin verweilt
dem himmel gleich sich ohne jeden makel aufmacht
und dich bewohnt wie einen alten freund
Hermann Josef Schmitz

Samstag, 6. Juli 2013
Aufbruch
an der aufgekratzten kante
des sommernebels
gehst du
ohne blick zurück
gehst
mit neuen schlüsseln im gepäck
und bist am ende
du selbst
herausforderung und gelassenheit
suchst nähe und distanz
zugleich
gehst du voller
hingabe zum leben
Hermann Josef Schmitz
Donnerstag, 4. Juli 2013
Beflügelt
in waldgrünen
herzkammern wohnen
dort wo dein aufwind
meine liebe beflügelt
Hermann Josef Schmitz
herzkammern wohnen
dort wo dein aufwind
meine liebe beflügelt
Hermann Josef Schmitz
Dienstag, 2. Juli 2013
Nichtstun
es gibt das nichtstun
welches sich gegen die überholung stellt und
es gibt das nichtstun welches große gefahren birgt
Hermann Josef Schmitz
es gibt das nichtstun welches große gefahren birgt
Hermann Josef Schmitz
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